Daijirō Katō JAP 4.07.1976 Urawa,† 20.04.2003 Yokkaichi

Daijirō Katōs Karriere begann bereits im Alter von drei Jahren auf einemPocket Bike, er bestritt mit fünf Jahren sein erstes Rennen und gewann mit 16 Jahren seinen ersten Grand Prix in der 250-cm³-Klasse derWM.1996,1997 und1998 bestritt er einige Einsätze in der WM; dabei gewann er zwei Rennen und erreichte einen dritten Platz.1999 wurde er Meisterschafts-Zweiter in der „All Japan Championship“.

2000 wurde er als regulärer Einsteiger in der 250-cm³-Klasse bereits WM-Dritter und gewann die Großen Preise inJAP,POR,BRA undPacifig.2001 wurde er mit seinerHonda 250 ccm überlegener Weltmeister in der 250 cm³-Klasse.

2002 stieg er in dieMOTOGP-Klasse auf, fuhr mit der unterlegenenHonda NSR 500 auf den siebten Gesamtrang und wurde gleichzeitig (Neuling des Jahres).

In derSaison 203 erhielt Katō von Honda mit der RCV211V konkurrenzfähiges Material. Beim Auftaktrennen am 6. April 2003 in Suzuka stürzte er in der dritten Runde bei der Anfahrt zur Schikane Casio Triangle vor der Start- und Zielgeraden. Die Maschine schleuderte bei rund 190 km/h scharf nach links in eine rund einen Meter neben der Strecke stehende Betonmauer. Kato wurde schwer verletzt und mit geborstenem Helm zurück auf die Strecke katapultiert, konnte aber von Streckenposten rechtzeitig vor dem Eintreffen der nachfolgenden Fahrer geborgen werden. Er starb rund 13 Tage später, in der Nacht zum 20. April 2003, im Zentralkrankenhaus von Yokkaichi, ohne vorher aus dem Koma zu erwachen. Katō hinterließ neben seiner Frau zwei Kinder – einen Sohn und eine damals erst zwölf Tage alte Tochter.

Über die Unfallursache gibt es keine eindeutige Darstellung; je nach Quelle wird von einem Fahrfehler (zu spätes Bremsen nach dem schnellen Linksknick 130R) oder einem mechanischen Defekt gesprochen. Die Strecke wurde nach diesem Unfall nicht mehr für Motorrad-WM-Rennen genutzt.