16. Mai, 2022

SHARK Grand Prix de France 13 Mai - 15 Mai

Fernandez gewinnt - Enttäuschung bei Acosta

motogp.com

Ein KTM Ajo-Fahrer siegte, während der andere in Le Mans in Führung liegend stürzte....

Augusto Fernandez von Red Bull KTM Ajo hat mit seinem Sieg beim SHARK Grand Prix de France eine fast dreijährige Durststrecke in der Moto2™-Klasse beendet. Während sich der 24-Jährige in Le Mans freute, sah es für seinen Rookie-Teamkollegen Pedro Acosta anders aus. Er stürzte  in Runde 11 stürzte und verlor die Führung. Aron Canet (Flexbox HP40) wurde mit großem Abstand Zweiter, und Somkiat Chantra (Idemitsu Honda Team Asia) schaffte es auf das Podium, nachdem er Cameron Beaubier (American Racing) in der letzten Runde noch überholt hatte. Der WM-Führende Celestino Vietti (Mooney VR46 Racing Team) begrenzte den Schaden für seine Titelhoffnungen, indem er von Startplatz 18 aus als Achter in das 25-Runden-Rennen ging.
Das KTM Ajo-Duo setzt sich ab

Acosta verwandelte seine erste Moto2™-Pole Position in die frühe Führung des Rennens, während Fernandez sich auf den zweiten Platz einreihte, einen Platz besser als in der Qualifikation. Albert Arenas (Inde GASGAS Aspar Team) war zunächst Dritter, bevor er in Runde 2 von Alonso Lopez (MB Conveyors Speed Up) überholt wurde. Canet fuhr dann in Runde 5 in Turn 3 an Lopez vorbei auf das Podium.

Zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung der beiden Spitzenreiter bereits drei Sekunden und wuchs weiter an. Dennoch blieb Fernandez auf Tuchfühlung mit Acosta, auch weil letzterer in Runde 5 am Ausgang von Raccordement (Turn 14) stark wackelte. Eine Runde später lagen Lopez und Arenas gemeinsam im Kiesbett, als sie sich berührten, während letzterer versuchte, durch eine immer kleiner werdende Lücke in Le Musee (Kurve 7) zu fahren.
Acosta verschenkt die Führung

Der Pole-Sitter hatte gerade begonnen, den Hammer zu schwingen, als er in Runde 11 in La Chapelle (Kurve 6) die Front verlor und ins Kiesbett stürzte, was seine Hoffnungen auf einen Moto2™-Sieg zunichte machte. Der Sturz von Acosta brachte Fernandez in Führung und Canet auf den zweiten Platz, aber der Mann mit der Fliege wurde von Beaubier und Chantra unter Druck gesetzt.

Als Beaubier in der 14. Runde in Le Musee ein wenig zu weit ging, schnappte sich Chantra die dritte Position, um dann eine Runde später in Garage Vert (Turn 8) Canet zu attackieren. Damit machte er Platz für den Amerikaner, der ebenfalls an Canet vorbeiziehen und die dritte Position zurückerobern konnte. Der Spanier drehte jedoch in Runde 18 den Spieß um und überholte Beaubier in der Schikane von Turn 3/Turn 4 von weit hinten.
Entscheidender Moment im Kampf um die vorderen Platzierungen

Während Fernandez weiterhin einen Vorsprung von sechs bis sieben Sekunden auf die anderen Fahrer hatte, verbremste sich der zweitplatzierte Chantra in Runde 18 in der Garage Vert und musste sein Motorrad ausrollen lassen. Der Thailänder verlor nicht nur seine Position an Canet und Beaubier, sondern auch eine ganze Sekunde Zeit, die er seinen Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze schenkte.

Beaubier verspürte Druck, als er in der drittletzten Runde des Rennens in La Chapelle zu weit ging und Chantra ihn in der vorletzten Runde in Turn 13 überholte. Vietti schaffte es in der Zwischenzeit in die Top 10, obwohl er zu Beginn des Rennens in der Garage Vert ins Kiesbett gefahren war.
Fernandez fährt zum Sieg

Fernandez ließ in den letzten Runden etwas nach und fuhr mit einem offiziellen Vorsprung von 3,746 Sekunden zum Sieg. Der Sieg ist sein erster seit dem San Marino Moto2™ Grand Prix 2019 und sein erster überhaupt für Red Bull KTM Ajo. Mit einem Rückstand von 0,882 Sekunden auf Canet wurde Chantra Dritter, während Beaubier als Vierter eine Karrierebestleistung erzielte.

Ai Ogura (Idemitsu Honda Team Asia) setzte sich in einem späten Kampf gegen Marcel Schrötter (Liqui Moly Intact GP) durch und sie belegten die Plätze fünf und sechs vor Joe Roberts (Italtrans Racing Team), Vietti, Jorge Navarro (Flexbox HP40) und Stefano Manzi (Yamaha VR46 Master Camp Team).

Arenas schaffte es nach seinem Zusammenstoß mit Lopez das Rennen wieder aufzunehmen, konnte sich aber nur auf Platz 19 verbessern und verpasste damit die Punkteränge. Sein Inde GASGAS Aspar Teamkollege Jake Dixon, der nicht gut aus der ersten Reihe wegkam, fuhr nach einem frühen Sturz von der achten Position aus ebenfalls weiter, kam aber als 21. noch weiter zurück. Zu denjenigen, die die Zielflagge gar nicht erreichten, gehörten Lopez und Titelanwärter Tony Arbolino (Elf Marc VDS Racing Team).