28. Feb, 2022

MOTOGP 2022 Grand Prix of Qatar 04 Mär - 06 Mär

Auf die Plätze, fertig... RACING!

motogp.com

Die MotoGP™ ist zurück im Geschäft, wenn der Katar GP die Saison 2022 einläutet - Spektakel garantiert

In der Saison 2021 ging letztlich  jeder Hersteller mit mindestens einem Podium nach Hause und wir sahen einige der engsten Top-15-Platzierungen aller Zeiten. Es wurden unzählige Rekorde gebrochen, neue Sieger gekürt und einige Präzedenzfälle geschaffen. Frankreich hat seinen ersten Weltmeister in der Königsklasse. Wir verabschiedeten uns von Legenden und GP-Siegern. Aber das ist bereits ein geschlossenes Kapitel in den Geschichtsbüchern. Jjetzt sind wir bereit, umzublätten und mit 2022 neu Geschichte zu schreiben. Auf der Titelseite des Kapitels 2022 steht eine einfache Botschaft: Bitte anschnallen und willkommen zurück bei der größten Motorsports-Show der Welt.

 

Der Lusail International Circuit ist Schauplatz des mittlerweile legendären Eröffnungsrennens unter den Flutlichtern vor den Toren Dohas. 2022 warten 24 MotoGP-Fahrer auf das Erlöschen der Lichter am Sonntag - 14 davon sind Weltmeister, was einen neuen Rekord darstellt. Fünf sind Rookies und 12 sind bereits Sieger in der Königsklasse. Einer hat acht Weltmeistertitel. Einer trägt die Krone. Ein anderer hat sich 2021 mit einem gehörigen Warnschuss in die Winterpause verabschiedet. Und noch mehr haben sich neu aufgestellt, die Akkus geladen und kommen mit geballter Kraft zurück in den Kampf um den Weltmeistertitel von 2022...

 

Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP™) muss sowohl als amtierender Champion als auch als mehrfacher GP-Sieger für Schlagzeilen sorgen. Yamaha ist der erfolgreichste Hersteller in Lusail und holte im letzten Jahr den Doppelsieg auf dem Wüstenkurs. Dies sollte demnach ein gutes Omen für Quartararo, Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha MotoGP™), den zweimaligen Qatar-Sieger Andrea Dovizioso (WithU Yamaha RNF MotoGP™) und seinen neuen Teamkollegen, Rookie Darryn Binder sein. Bei den Vorsaisontests gab es jedoch einige unzufriedene Blicke in den Reihen der Iwata-Crew, denn der Kampf um die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit scheint noch nicht gewonnen und es schien, dass die Meinungen zum Fortschritt gemischt waren. Was hat Yamaha im Köcher? ...und wird es wieder Harmonie zwischen Mensch und Maschine geben? Nur das Rennen kann es zeigen!

Bei unzähligen Rennen in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 wurde diese Harmonie auf bedrohliche Weise von einem anderen Hersteller boykottiert: Ducati. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) Weg zum obersten Treppchen der Königsklasse war vielleich ein wenig holprig, aber wenn er es dann geschafft hatte, war er nicht mehr zu bremsen. Nach einem weiteren Ducati-Podium zum Abschluss der Saison war der Schwung ungebrochen, und die Hoffnungen für 2022 sind weiterhin groß. Die Testfahrten gaben noch nicht viel preis, aber die Karten werden in Qatar sowieso neu gemischt. Bagnaia, Jack Miller (Ducati Lenovo Team), Jorge Martin (Pramac Racing), Enea Bastianini (Gresini Racing MotoGP), Johann Zarco (Pramac Racing) und Luca Marini (Mooney VR46 Racing Team) bilden eine durchaus beachtliche Armada für das Werk aus Bologna... und vergesst nicht, Lusail ist ihre zweit erfolgreichste Strecke! Marco Bezzecchi (Mooney VR46 Racing Team) und Fabio Di Giannantonio (Gresini Racing MotoGP) sehen beide ziemlich schnell aus, was dem Kampf um den Rookie des Jahres zusätzliche Spannung verleiht.

Und was ist mit Suzuki? Im Vergleich zu Yamaha war es für das Werk aus Hamamatsu eine ziemlich vielversprechende Vorsaison. Lächelnde Fahrer, Zuwachs in der Management-Riege und spürbareFortschritte schienen die Gemüter des MotoGP™-Weltmeisters von 2020, Joan Mir, und seines Teamkollegen Alex Rins positiv zu stimmen, wobei eine Sache ihrer Wunschliste erfüllt zu sein scheint: mehr Leistung. In Qatar war Suzuki nie besser als P4, also wäre ein Podium ein guter Weg, um diesen Fortschritt zu unterstreichen und ein Fundament zu legen. Sowohl Mir als auch Rins werden sehr darauf bedacht sein, eine Wiederholung dessen zu vermeiden, was im letzten Jahr auf der Strecke mit der Nummer 36 passierte, als zwei Ducatis Mir den Vortritt ließen...

Jemand, der dieses Gefühl in Lusail kennt, ist der achtfache Weltmeister Marc Marquez (Repsol Honda Team). Die Nummer 93 hat mehr MotoGP™-Siege als der Rest des Feldes zusammen, aber ein paar sind in Qatar dank Dovizioso verloren gegangen und die Zeit wird zeigen, ob der Grand Prix 2022 anders sein wird. Es war ein langer Weg der Genesung, aber der Honda-Pilot hat sich erholt, und das könnte schon eine Herausforderung für den Rest des Feldes sein. Pol Espargaro (Repsol Honda Team) scheint mit der brandneuen RC213V ebenfalls einen wichtigen Schritt gemacht zu haben, während Alex Marquez (LCR Honda Castrol) und Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) versuchen, sich zu beweisen.

Für KTM ist Lusail nicht gerade von Erfolg geprägt, da die RC16 hat dort noch nie gut gelaufen ist. Das beste Ergebnis des österreichischen Herstellers auf dieser Strecke ist P8. Der neue Red Bull KTM Factory Racing Team Manager Francesco Guidotti hat jedoch bereits bei den Testfahrten erklärt, dass der Plan darin besteht, eine neue Basis zu finden, von der aus die Entwicklung fortgesetzt werden kann, so dass Qatar als eine andere Strecke an sich schon nützlich ist. Das gilt auch für den Talentpool: Brad Binder und Miguel Oliveira bleiben bei Red Bull KTM Factory Racing und wollen 2022 zum dritten Mal in Folge einen Sieg in der Königsklasse einfahren. Auch bei Tech 3 KTM Factory Racing gibt es zwei neue Fahrer: Remy Gardner, der Moto2™-Champion von 2021, und Raul Fernandez, der ihm fast den Titel streitig gemacht hätte. Sie werden versuchen, einen guten Saisonstart hinzulegen.

Und schließlich: Aprilia. Die MotoGP™-Podestplatzierten, die mit einer neuen, schlankeren und angeblich deutlich verbesserten RS-GP ins Jahr 2022 gehen, sorgten in der Vorsaison für viele Schlagzeilen. Aleix Espargaro ist jetzt ein etablierter Spitzenfahrer und holte in Lusail mit einem sechsten Platz das beste Ergebnis für das Werk in Doha, aber auch Maverick Viñales hat sich inzwischen etwas besser eingelebt. Die Nummer 12 war im vergangenen Jahr beim Saisonauftakt 2021 derjenige, der auf dem obersten Treppchen stand. Aber auch davor hat der Spanier schon in Lusail gewonnen, wenn auch mit einem anderen Hersteller. Kann Aprilia mit Schwung in die Saison starten? Werden die Top Fünf oder das Podium in Reichweite sein? Wer wird sich im Kampf der Teamkollegen durchsetzen? Wir werden es bald herausfinden!