23. Sep, 2021

MISANO MOTOGP OFFICIAL TEST , FP4, #MisanoTest

Honda schließt entscheidenden Test für 2022 ab

motogp.com

Ein geschäftiger und interessanter Misano-Test endet mit Pecco als Schnellstem, während Honda ein neues Motorrad enthüllte...
Sehr zur Freude aller spielte das Wetter am zweiten Tag des offiziellen Misano MotoGP™-Tests mit, so dass jedes Werk wertvolle Streckenzeit sammeln konnte, wodurch am Mittwoch einige neue Teile vorgestellt wurden. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) führte die kombinierte Zeitenliste dank seiner 1:31.524 vom ersten Tag an, aber der zweitägige Zeitplan stand ganz im Zeichen der neuen Teile, die von den Herstellern im Hinblick auf 2022 eingeführt wurden - vor allem von Honda.

HONDA:
Der zweitägige Misano-Test war für HRC von großer Bedeutung. Testfahrer Stefan Bradl rollte am feuchten Dienstagmorgen mit einer radikal neuen RC213V in der Spezifikation für 2022 aus der Garage, während Marc Marquez (Repsol Honda Team) am Nachmittag, als die Bedingungen aufklarten, auf die selbe Maschine stieg. Die auffälligsten Unterschiede von außen waren die Form des Lufteinlasses, das Heck und die Position des Auspuffs.

Am Mittwochmorgen wagte sich dann Pol Espargaro (Repsol Honda Team) auf die Maschine, mit der Marc Marquez und Bradl gesehen worden waren, während Marc Marquez ebenfalls auf einer 2022-spec-Honda seine Runden drehte - wenn auch auf einer etwas anderen. Dieses Motorrad hatte einen anderen Lufteinlass. Marc Marquez war ebenfalls auf der 2022er-Maschine mit dem aktuellen 2021er-Aero-Paket unterwegs, welches Honda seit dem DeutschlandGP einsetzt, während Espargaro die Maschine mit dem neuen Aerodynamikpaket testete. Man kann mit Sicherheit sagen, dass HRC hart gearbeitet hat, um viele Dinge für die nächste Saison zu testen.

LCR-Honda-Chef Lucio Cecchinello verriet, dass Alex Marquez (LCR Honda Castrol) an der Gewichtsverteilung seines Motorrads gearbeitet hat und eine Einstellung gefunden hat, mit der er sich wohler fühlt. Der zweifache Weltmeister testete auch das reguläre Chassis mit Karbonverbindung und das Chassis, das Marquez und Espargaro seit Assen immer wieder verwenden. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) arbeitete laut Cecchinello mit dem Aero-Paket, das zum ersten Mal auf dem Sachsenring zu sehen war. Seine beiden Motorräder waren indes mit dem HRC-Chassis aus Karbon ausgestattet.
DUCATI:
Am ersten Tag stellte die Marke aus Bologna zwei neue Aero-Pakete vor. Das erste Aero-Paket ist dem für 2021 sehr ähnlich, aber das zweite teilt das zweite Winglet in zwei verschiedene Elemente auf, was bedeutet, dass das Aero-Paket insgesamt vier Elemente hat, wenn man den Downwash-Kanal am unteren Ende der Verkleidung mit einbezieht.
Bagnaia und Jack Miller (Ducati Lenovo Team) testeten die verschiedenen Aero-Pakete an den beiden Tagen in Misano, wobei ein Sturz am ersten Tag Peccos Zeitplan nicht beeinträchtigte. Der Italiener beendete das Training am Mittwoch kurz vor der Mittagspause, während Johann Zarco (Pramac Racing) nach Tag 1 nach Hause fuhr, um sich einer Arm-Pump-Operation zu unterziehen - der Franzose wurde dadurch von Testfahrer Michele Pirro ersetzt.​
Jorge Martin (Pramac Racing) testete die neue Aerodynamik von Ducati ebenso wie das Werksduo, aber für Enea Bastianini (Avintia Esponsorama), der in San Marino auf dem Podium stand, war es nicht der ideale Test. Der Italiener stürzte am ersten und zweiten Tag, wobei er beim zweiten Sturz den Rest des Tages am Mittwoch aussetzen musste. Bastianinis Teamkollege Luca Marini (SKY VR46 Avintia) hatte einen erfolgreichen Test, der Italiener konnte eine schnellere Runde fahren als am gesamten Wochenende beim San Marino GP.
YAMAHA:
Die aktuellen WM-Führenden hatten beim Misano-Test ein neues Chassis dabei, aber Monster Energy Yamaha MotoGP Team Manager Massimo Meregali gab zu, dass 2022 nicht ihr Hauptaugenmerk an den beiden Tagen war. Fabio Quartararo konnte den 2022er Prototypen testen, bevor er sich auf die Suche nach Verbesserungen für das zweite Misano-Rennen im Oktober machte.
Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha MotoGP) blieb bei zwei Stürzen am zweiten Tag glücklicherweise unverletzt, während der Italiener seine Anpassung an die 2021er YZR-M1 fortsetzte und sich zurück zur vollen Fitness arbeitete. Morbidelli fühlte sich laut Meregalli besser als beim San Marino GP, vor allem mit der Frontpartie. 70 Runden hat Morbidelli am Dienstag und Mittwoch absolviert, jetzt ist es Zeit, sich vor dem Amerika-GP etwas auszuruhen. Valentino Rossi (Petronas Yamaha SRT) nahm an seinem letzten Test als Vollzeitrennfahrer auf heimischem Terrain teil. Auf dem Programm des neunfachen Weltmeisters standen die elektronischen Einstellungen, um die Traktionsprobleme zu ergründen, mit denen er zu kämpfen hat. Das Hauptziel von Teamkollege Andrea Dovizioso war es, sich einfach an sein neues Motorrad zu gewöhnen. Der Italiener testete am zweiten Tag eine Karbonschwinge, während Dovizioso an den beiden Tagen 130 Runden drehte. Eine ganze Menge für den 35-Jährigen.
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