21. Jun, 2021

Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland 18 Jun - 20 Jun

King of the Ring:Marquez schlägt mit Sachsenring-Sieg zurück

motogp.com

581 Tage nach seinem letzten Sieg triumphiert Marc Marquez auf dem Sachsenring, und das zum 11. Mal in Folge!
Der Liqui Moly Motorrad Grand Prix von Deutschland lieferte von Anfang an ein spannendes Duell, während über dem Sachsenring dunkle Wolken drohten. In einem der emotionalsten Rennen der letzten Jahre schrieb Marc Marquez (Repsol Honda Team) eine der sensationellsten Comeback-Geschichten des Rennsports, indem er 581 Tage nach seinem letzten Sieg in einem wechselhaften Rennen von Anfang an die Führung übernahm und den 11. Sieg in Folge auf dem Sachsenring holte. Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) kämpfte sich durch, um Marquez herauszufordern, musste sich jedoch mit dem zweiten Platz begnügen, während der Tabellenführer Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) einen soliden und entscheidenden dritten Platz belegte.
Nach einem explosiven Start war es Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini), der den Holeshot errang, während Marc Marquez Fabio Quartararo auf den dritten Platz vor Polesitter Johann Zarco (Pramac Racing) zu verdrängen. In Turn 13 startete Marquez sein Manöver, um die Führung zu übernehmen, überholte Espargaro und führte schließlich mit Erreichen der Ziellinie. Die beiden tauschten in den kommenden Runden einige Male die Plätze, während Jack Miller (Ducati Lenovo Team) in der Kurve 1 an Quartararo vorbei kam.
Weiter hinten im Feld kam es für Danilo Petrucci (Tech 3 KTM Factory Racing) und Alex Marquez (LCR Honda Castrol) zu einer Katastrophe, als beide in Kurve 1 in Runde 4 kollidierten und stürzten. Auch Lorenzo Savadori (Aprilia Racing Gresini Team) erlitt einen schnellen Crash in Kurve 10.
REGEN ODER KEIN REGEN
In Runde 9 dann die Überraschung. Weiße Flaggen deuteten auf beginnenden Regen hin und kurz darauf wurde den Fahrern signalisiert, dass sie fortan die Möglichkeit haben, das Motorrad zu wechseln. In diesem Moment begann Marquez, eine Lücke zur Konkurrenz aufzumachen. Er riskierte alles, um die Lücke zur Verfolgergruppe zu erhöhen und schließlich zu verwalten. Hinter ihm kämpfte zunächst Aleix Espargaro um die Gunst der Stunde, wobei schon bald kamen Miller und Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) von hintern kamen. Oliveira bahnte sich seinen Weg an Pole-Sitter Zarco und Aleix Espargaro vorbei, um Marquez an der Spitze unter Druck zu setzen. Der Abstand betrug um die 1,8 s obwohl er zehn Runden vor Schluss sogar bis auf eine Sekunde an den Sachsenring-Dominator heran kam. Weiter hinten war es nun Fabio Quartararo, der sich auf den dritten Platz vorgekämpft hatte, aber ein weiterer Verfolger war Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing), der sich mit einem Vorsprung vor Zarco und dann Aleix Espargaro setzte und sich vier Runden vor Schluss auch noch Jack Miller schnappte.
Währenddessen lies der Nieselregen wieder nach, sodass Marc Marquez relativ konstant die Lücke nach hinten verteidigte und sie am Ende sogar noch auf 1,5s ausbaute. 581 Tage lang musste der achtfache Weltmeister warten, um wieder das oberste Treppchen erklimmen zu dürfen. Diese lange und zum Teil schmerzhafte Wartezeit auf den Sieg endete auf einer Strecke, auf der er seit  2010 ungeschlagen ist. Weiter bildete sich ein Kampf um den fünften Platz zwischen den Werks-Ducati-Kollegen Miller und Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team), wobei der Italiener im letzten Drittel des Rennens wie wild durch das Feld stürmte. In Kurve 9 machte Bagnaia seinen Zug in der letzten Runde und degradierte Miller auf den sechsten Platz.
DAS COMEBACK DES RING-KÖNIGS
Trotz der vielen Action im Hinterfeld, kochten die Emotionen hoch, als eines der größten Comebacks des Sports kurz vor dem Abschluss stand. Nach all der harten Arbeit, um wieder fit zu werden, überhaupt wieder Rennen fahren zu können und weitere MotoGP™-Erfolge anzustreben, gelang es Marc Marquez das Rennen auf dem Sachsenring zu gewinnen. Seit Valencia 2019 musste er warten, nicht nur, um wieder auf dem Podium, sondern auf der obersten Stufe zu stehen. Gleichzeitig lieferte auch Miguel Oliveira mit seinem atemberaubenden zweiten Platz eine beeindruckende Leistung, um sein drittes Top-2-Ergebnis in Folge zu holen, während der dritte Platz an Fabio Quartararo ging, der sich zurück kämpfte, um seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 22 Punkte vor Johann Zarco auszubauen. Brad Binder wurde Vierter vor Bagnaia, Miller und Aleix Espargaro.Pole-Mann Johann Zarco kam nur als Achter ins Ziel, einen Platz vor Joan Mir (Team Suzuki Ecstar), die mit einer starken Leistung von Startplatz 16 nach vorne fuhr. Den Abschluss der Top Ten machten Pol Espargaro (Repsol Honda Team), Alex Rins (Team Suzuki Ecstar), Jorge Martin (Pramac Racing), Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu), Valentino Rossi (Petronas Yamaha SRT) und Luca Marini (SKY VR46 Avintia), die die Punkteränge komplettierten. Enea Bastianini (Avintia Esponsorama) und Iker Lecuona (Tech 3 KTM Factory Racing), Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) und Maverick Viñales,gingen leer aus.