8. Mrz, 2020

QNB GRAND PRIX OF QATAR Moto3 Race

Arenas gewinnt epischen Moto3™- Saisonauftakt

motogp.com

Der Spanier holte nach einem Duell in der letzten Runde mit John McPhee den 100. Grand-Prix-Sieg für KTM
Tags Moto3, 2020, QNB GRAND PRIX OF QATAR, RAC, #QatarGP
Albert Arenas (Aspar Team Gaviota) holte in großartiger Art und Weise den Eröffnungssieg der Moto3 ™ -Weltmeisterschaft 2020, als die Leichtgewichtsklasse beim QNB Grand Prix von Qatar ein episches Rennen unter den Lichtern zeigte. Der Spanier hielt in der letzten Runde einen hartnäckigen John McPhee (Petronas Sprinta Racing) zurück und errang damit den 100. Grand Prix-Sieg von KTM.
Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) hatte zunächst den perfekten Start von der Pole Position und erreichte als Führender die erste Kurve. Der Leichtgewichtsklasse Rookie Deniz Öncü (Red Bull KTM Tech 3) startete blitzschnell aus der dritten Startreihe und landete auf dem vierten Platz. Das Chaos begann schließlich mit zehn verschiedenen Fahrern, die im Verlauf des Rennens an der Spitze standen.
Raul Fernandez (Red Bull KTM Ajo), der zu Beginn der zweiten Runde seinen Weg nach vorne bahnte, um Suzuki die Führung abzunehmen, ging in Kurve 6 zu weit und ließ damit Tony Arbolino (Rivacold Snipers Team) an die Spitze des Feldes. Dann begann Darryn Binder (CIP Green Power), sich seinen Weg in den Kampf und schließlich in Führung zu bahnen.
Der Kampf um den Sieg umfasste insgesamt 19 Fahrer, womit die Moto3 ™ uns daran erinnerte, was wir in den Wintermonaten verpasst haben. Runde für Runde, Ecke für Ecke sahen wir fliegende Bewegungen nach links, rechts und in der Mitte, aber eines blieb konstant: Albert Arenas diktierte das Tempo vorn. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) war anschließend der erste Fahrer, der nach dem Kontakt durch Rookie Jeremy Alcoba (Kömmerling Gresini Moto3) ausfiel.
Fünf Runden blieben letztlich noch übrig, als eine führende Fünfergruppe begann gerade durchzubrechen. Arenas war immer noch vorn mit Arbolino, Suzuki, Binder und Sergio Garcia (Estrella Galicia 0,0) an der Spitze. Keiner der Fünf konnte sich jedoch wirklich durchsetzen. Als sie vier Runden vor Schluss über die Linie kamen, wurde Arenas raus geworfen, als Arbolino dessen Front traf. Suzuki machte Sekunden später einen Satz nach vorn und übernahm in Kurve 2 erneut die Führung.
McPhee begann ebenfalls sich nach vorn zu bewegen und tauchte hinter Binder auf dem dritten Platz auf. Der Schotte war jedoch noch nicht fertig und kam wie im Sturzflug an Arbolino vorbei und wurde wenig später Zweiter.
Drei Runden vor Schluss führte Suzuki das Feld über die Linie, aber der japanische Fahrer wurde in Kurve 1 wieder eingeholt, nachdem alle den Windschatten nutzen konnten. McPhee war der Fahrer, der vor allen anderen aus dem Gedränge auftauchte, als sich der Kampf wirklich zu erhitzen begann. Der Schotte hielt durch. Als die letzte Runde eingeläutet wurde, entschied Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3), dass der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen war. Es war der Argentinier, der nun die Führung übernahm.
Zum letzten Mal ging es hart gebremst in die erste Kurve 1 und es wurde wahrhaft dramatisch. Binder und Arbolino waren involviert, wobei der Südafrikaner ausfiel nachdem der Italiener sein Vorderrad angeschnitten hatte. Noch eine halbe Runde blieb, in der Arenas zunächst führte, aber hinter ihm hatte bereits McPhee Druck aufgebaut. Jaume Masia (Leopard Racing) rückte im Kampf um das finale Podium zwar vor Ai Ogura auf den dritten Platz vor, aber beide lagen ein paar Radlängen zurück, was bedeutete, dass es im im letzten Sektor somit auf Arenas und McPhee ankam.
Der Schotte hing am Hinterrad von Arenas fest und schien darauf zu warten auf der Start-Ziel-Geraden vorbeiziehen zu können, aber als das Duo die letzte Kurve verließ, hielt die KTM von Arenas die sich beschleunigende Honda von McPhee zurück und die ersten 25 Punkte des Jahres 2020 gingen damit auf das Konto des Spaniers. Es schien zunächst so als wäre der letzte Podiumsplatz an Masia vergeben. Allerdings wurde Ogura Dritter, nachdem Masia in der letzten Runde eine Strafversetzung um einem Platz für das Überschreiten der Streckenbeschränkungen erhalten hatte.
Suzuki vervollständigte die Top 5, nachdem das Gresini-Duo aus Rodrigo und Alcoba auf den Plätzen sechs und sieben in der letzten Runde ebenfalls Strafen wegen Überschreitung der Streckenbeschränkungen erhalten hatte. Filip Salac (Rivacold Snipers Team) erholte sich von einem enttäuschenden Qualifying und wurde Achter vor Dennis Foggia (Leopard Racing) und Fernandez.

Top 10:
1. Albert Arenas (Aspar Team Gaviota)
2. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) + 0.053
3. Ai Ogura (Honda Team Asia) + 0.344
4. Jaume Masia (Leopard Racing)* + 0.247
5. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) + 0.789
6. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3)* + 0.426
7. Jeremy Alcoba (Kömmerling Gresini Moto3)* + 0.559
8. Filip Salač (Rivacold Snipers Team) + 0.823
9. Dennis Foggia (Leopard Racing) + 0.964
10. Raul Fernandez (Red Bull KTM Ajo)* + 0.834
*Strafversetzung um einen Platz für das Überschreiten von Streckenlimits