19. Feb, 2019

Die Tests in Australien enden mit einem Bautista als Mann den es zu schlagen gilt

Der Spanier ist fast eine halbe Sekunde schneller als am Montag und führt die finalen Vorsaison Tests an.

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Álvaro Bautista (Aruba.it Racing – Ducati) stürmt auf dem Phillip Island Grand Prix Circuit auch am Dienstag mit einer schnellsten Runde von 1:30,303 an die Spitze der Zeitenliste, ist 0,440 Sekunden schneller als seine Bestzeit am Tag zuvor und nahezu eine halbe Sekunde schneller als der vierfache Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki Racing Team WorldSBK), der auf der australischen Strecke der viertschnellste Fahrer war.

Am Dienstagmorgen herrschte leichter Wind und wärmere Bedingungen als am Eröffnungstag der Tests. Davon abgesehen, die Grenze die der Spanier auf seiner Ducati am Montag gesetzt hatte, konnten bis auf drei Fahrer, kein anderer Pilot knacken. Bautista hat sich klar als der Favorit für das Auftaktrennen der MOTUL FIM Superbike Weltmeisterschaft platziert und es wird interessant zu sehen sein, ob es jemand schafft seinen unglaublichen Speed mitzugehen.

Trotzdem konnten sechs Fahrer unter der 1:31 bleiben, den auf dem zweiten Platz stehenden Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team) und den fünftplatzierten Marco Melandri (GRT Yamaha WorldSBK) trennen gerade mal zwei zehntel Sekunden.

Dazwischen liegt Jonathan Rea auf Platz vier, der zuvor so ziemlich jede Session der Vorsaisontests Ende 2018 und Anfang 2019 anführte. Wie auch immer, niemand wird den amtierenden Weltmeister so bald schon abschreiben. Man sollte sich daran erinnern, dass Rea noch immer auf einer 11 Siege andauernden Serie ist und wenn er im Spiel ist, wird man sehen, ob es für die anderen Fahrer möglich sein wird, den Speed des viermaligen Weltmeisters über die Distanz mitzugehen. Jetzt allerdings ist die Lücke zwischen den beiden Fahrern definitiv da; nur in der ersten Session am Dienstag war Bautista sieben Zehntel schneller als Reas beste Zeit von 1:30,761.

Wie auch immer, testen ist immer anders, als nur schnelle Rundenzeiten zu fahren und es gab am Dienstag viel zu tun in Australien. Reas Teamkollege Leaon Haslam (Kawasaki Racing Team WorldSBK) machte auf der ZX-10RR gute Fortschritte, er fuhr mit 74 Runden mehr als jeder andere auf der Strecke. Das Basis Setup des Engländers ist dem des amtierenden Weltmeisters ziemlich ähnlich, deshalb fokussierte sich Haslams Mannschaft darauf seinen eigenen Style zu finden. Es scheint auch, dass dies funktionierte, denn er fuhr sich zu einem späten Zeitpunkt noch vor den 35-jährigen Rea in die Ergebnisliste. 

Chaz Davies (Aruba.it Racing – Ducati) konnte seine Rundenzeit vom Montag um eine volle Sekunde verbessern und fand sich auf seiner Panigale V4 R immer besser zurecht, auch wenn sich der Waliser noch immer fast 1,5 Sekunden hinter der Pace seines Teamkollegen befindet.

Der Doppelsieger von Australien 2018, Marco Melandri beendete die Tests als fünfter und arbeitete hart an der Frontpartie seiner Yamaha YZF R1. Mit einem optimalen Setup kümmerte er sich am Nachmittag nur noch um die Feinheiten. Dies galt auch für den Rookie Sandro Cortese (GRT Yamaha WorldSBK), der auf Platz acht steht.

Einen größeren Sturz am Mittag in der ersten Kurve und einen kleinen in Kurve 4 hatte Alex Lowes (Pata Yamaha Official WorldSBK Team) zu beklagen, das waren aber auch alle Rückschläge für das Crescent Team am Dienstag. Trotzdem liegt der Brite auf dem neunten und sein Teamkollege Michael van der Mark (Pata Yamaha Official WorldSBK Team) auf dem siebten Platz und damit sind beide gar nicht so weit von der Spitze entfernt. Sie kümmerten sich darum eine gute Balance auf der anspruchsvollen australischen Piste zu finden.

Eine Reihe von roten Flaggen hinderte das gesamte Fahrerlager daran eine ordentliche Rennsimulation zu fahren, aber trotzdem war es für die Mannschaft von BMW Motorrad mit Tom Sykes und Markus Reiterberger, der am Dienstag mit einer kleinen Verletzung an der Schulter etwas strauchelte, sehr arbeitsreich. Sie testeten verschiedene Lösungen im Bereich des Chassis und sind zuversichtlich.

Ein trickreicher Auftakt für das Moriwaki Althea Honda Team ließ eine gute Steigerung am Dienstag folgen, als sie gegen die Uhr kämpften, um auf Phillip Island ein gutes Setup zu finden. Leon Camier (Moriwaki Althea Honda Team) lag mit einer 1:31,443 die meiste Zeit des Tages in den Top Ten, rutschte dann aber auf die 13 zurück, während Ryuichi Kiyonari den Test auf der 15. Position beendete.

Toprak Razgatlioglu (Turkish Puccetti Racing) fuhr ganz am Ende noch eine schnelle Runde und schob sich damit auf den tollen sechsten Platz in den Zeiten vom Dienstag. Der türkische Star ist schnell und arbeitet sich durch die 2019er Updates seiner ZX-10RR hindurch, was auch die Aufgabe von Jordi Torres aus dem Pedercini Team war, während sich Tati Mercado (Orelac Racing VerdNatura) darum kümmerte sein Gefühl für die Reifen zu verbessern. Eugene Laverty (Team Goeleven) und Michael Ruben Rinaldi (BARNI Racing Team) kamen auch einen weiteren Schritt voran, auch wenn sie durch ein technisches Problem am Ende der ersten Session etwas Zeit verloren. Alessandro Delbianco (Althea Mie Racing Team) und der mit einer Wildcard startende Troy Herfoss (Penrite Honda Racing) schließen die Ergebnisliste ab.