25. Jan, 2019

2019 Jerez Test: Die WorldSBK

Bestzeit für Rea,BMW erstmals mit offiziellen Rundenzeiten

yamaha-wsbk.com

 

Es war sonniges Wetter am letzten Tag der Tests auf der spanischen Strecke von Jerez, wo die Fahrer der MOTUL FIM Superbike Weltmeisterschaft ihre finalen Einstellungen für die Saisoneröffnung 2019, die in weniger als einem Monat in Australien stattfindet, ausprobierten. Bei höheren Temperaturen als gestern sah man auf dem Circuito de Jerez Angel Nieto am zweiten Tag viele Fahrer die ihren Speed verbesserten und die ersten zehn Fahrer am Ende weniger als eine Sekunde Abstand hatten.

Angesichts der starken Konkurrenz von Yamaha und Ducati ging der amtierende Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki Racing Team WorldSBK) am frühen Morgen auf die Strecke und testete an seiner Kawasaki ZX-10RR kleine Updates für 2019. Der viermalige Weltmeister verlor keine Zeit und am Ende stand er dank einer Rundenzeit von 1:39,160 an der Spitze der Zeitenliste, lediglich ein paar hundertstel Sekunden vor dem Pata Yamaha WorldSBK Fahrer Alex Lowes.

Mit einer atemberaubenden Konstanz und einer generell schnellen Pace über beide Tage, belegte der Yamaha Fahrer mit einer 1:39,372 den zweiten Platz und machte auf seinem Motorrad andauernd Fortschritte. Er fuhr heute 102 Runden auf der andalusischen Strecke. Sein Teamkollege Michael van der Mark arbeitete an der Beschleunigung seines Motorrades und testete neue Teile für die YZF-R1, er steht mit einer 1:40,145 knapp hinter seinem Teamkollegen auf dem siebten Platz.Leon Haslam (Kawasaki Racing Team WorldSBK) konzentrierte sich heute darauf um sich mit seinem Motorrad besser anzufreunden. Der Brite steht nur 0,342 Sekunden hinter seinem Teamkollegen auf dem dritten Platz und war an beiden Tagen sehr schnell. 

Alvaro Bautista (Aruba.it Racing – Ducati) machte heute einen entscheidenden Schritt nach vorne und stellte seine Ducati Panigale V4 R auf den vierten Platz, lediglich 0,460 Sekunden hinter der Rundenzeit von Rea. Der Spanier hatte einen sehr arbeitsreichen Tag, musste er doch so viel wie mögliche Informationen verarbeiten um ein Basis Setup für seine komplett neue Ducati zu erhalten. Auf der anderen Seite der Box ging Chaz Davies in den ersten Stunden des Tages nicht auf die Strecke, stellte sein Motorrad aber am Nachmittag mit nur wenigen Runden auf den zehnten Platz. Davies hatte von seinem gestrigen Sturz Schmerzen im Rücken und entschied sich es etwas ruhiger anzugehen und zu schauen, dass er für den nächsten Test in einer Woche in Portimao wieder fit ist. Die beiden Privatfahrer Michael Rinaldi (BARNI Racing Team) und Eugene Laverty (Team Goeleven) beendeten die Tests auf den Positionen neun und zwölf. Sie arbeiteten mit ihren Teams an verschiedenen Teilen und sammelten die Daten um sie dann auch dem Werksteam zur Verfügung zu stellen, damit man das Ducati Biest weiterentwickeln kann. 

Toprak Razgatlioglu (Kawasaki Puccetti Racing) beeindruckte weiterhin mit einer atemberaubenden Leistung über die zwei Tage. Der Türke landete auf der fünften Position und fuhr als schnellste Runde eine 1:39,942.

Marco Melandri arbeitete weiter mit der neuen Teamstruktur des GRT Yamaha WorldSBK Teams und hatte heute mit 87 Runden auf seiner Yamaha einen arbeitsreichen Tag. Er beendete die Tests auf dem achten Rang, während sein Teamkollege Sandro Cortese bei seiner Entwicklung durch einen Sturz am Morgen etwas gebremst wurde. Er ging aber zu Fuß wieder von der Strecke und musste warten, bis sein Motorrad wieder repariert war, bevor er am Nachmittag die sechstschnellste Zeit auf den Asphalt zauberte, 

Am Ende des Tages hatten dann auch Tom Sykes und Markus Reiterberger vom BMW Motorrad WorldSBK Team ihre Zeitnahme Transponder montiert und zeichneten ein paar wenige Runden auf. Glücklich mit den Fortschritten, die sie über die beiden Tage machten, standen sie später auf den Positionen vierzehn und fünfzehn.

Bei den WorldSSP Fahrern war Federico Caricasulo (BARDAHL Evan Bros. WorldSSP Team) auch am zweiten Tag weiterhin an der Spitze des Feldes, der Franzose Lucas Mahias (Kawasaki Puccetti Racing) lag mit nur 0,222 Sekunden knapp dahinter auf dem zweiten Platz.

Maria Herrera absolvierte auf der Yamaha YZF-R6 von MS Racing ihr Debüt in der Klasse. Die Spanierin war damit beschäftigt sich an das neue Motorrad zu gewöhnen und beendete den zweiten Tag mit einer Rundenzeit von 1:46,957. 

Nachdem der Jerez Test nun zu Ende gegangen war, werden einige Fahrer in Portugal noch einen weiteren finalen zweitägigen Test auf europäischem Boden absolvieren. Dieser findet vom 27.-28 Januar auf dem Autodromo Internacional do Algarve Portimao statt, bevor die 2019er Saison der FIM Superbike Weltmeisterschaft in Australien beginnt.