MOTOGP-WSBK 2020

28. Sep, 2020

Vallentino Rossi.

Text Vallentino Photo Mario

 

Valentino Rossi: „Heute war wirklich eine große Schande, denn nach einem solchen Wochenende, an dem ich mich mit dem Motorrad wohl gefühlt habe, musste ich vorne fertig werden. Ich hätte gewinnen können, weil Quartararo viel langsamer wurde und ich trotzdem auf dem Podium gelandet wäre, weil ich sehr schnell war. Jetzt muss ich darüber nachdenken, ich muss mir die Daten ansehen, aus der Telemetrie geht hervor, dass ich wie in der vorherigen Runde war, aber ich bin sehr stark in diese Kurve gefahren und mit weniger Temperatur auf der Vorderseite hat sie geschlossen. Es ist jedoch ein Fehler, weil ich in dieser Ecke vorsichtiger sein musste. Ich wurde verführt, weil ich schnell war und in der Nähe von Quartararo bleiben wollte, um ihn anzugreifen, aber auch, weil ich befürchtete, dass schnelle Motorräder wie Ducati und Suzuki ankommen würden. Ich wollte unbedingt das Podium, aber es bleibt ein großer Fehler. "
„Ich war wirklich sehr konkurrenzfähig, weil ich in allen Sessions schnell gefahren bin, auch mit gebrauchten Reifen. Ich war einer der schnellsten. Ich wusste, dass ich eine große Chance hatte, ich hatte einfach nicht erwartet zu fallen. Es wäre das zweite Podium der Saison und ich wäre immer noch im Meisterschaftsspiel. Um heute Abend nicht zu verzweifeln und sich nicht von der Terrasse zu werfen, muss man denken, dass es ein schönes Wochenende war, dass ich schnell war, dass ich Spaß hatte und dass ich um den Sieg hätte kämpfen können. Auch wenn die Meisterschaft jetzt geschlossen ist, gibt es bis zum Jahresende noch große Motivationen. Ich habe zwei Fehler hintereinander gemacht und sie wiegen, aber es gibt immer noch viele Rennen. In Misano folgten wir einer anderen Route und im Rennen war ich nicht konkurrenzfähig, ich war auch körperlich unwohl. Auf der anderen Seite war ich heute wettbewerbsfähig, ich habe hart gepusht, ich war am Limit und ich bin gestürzt. Es sind zwei verschiedene Fehler, aber sie hätten nicht gemacht werden dürfen. Heute war ein Rennen, bei dem man gut fahren und die Reifen schonen musste, und bis jetzt habe ich es geschafft. Es ist schwer, den Grund für den Sturz zu verstehen, ein bisschen wie der von 'Pecco' im letzten Jahr. "

28. Sep, 2020

Quartararo gelingt Befreiungsschlag in Katalonien

motogp.com

Der Franzose holt sich die WM-Führung zurück, Dovi erleidet Sturz in der 1. Runde, Rossi stürzt auf P2, Mir und Rins komplettieren Podium

Fabio Quartararo (Petronas Yamaha SRT) kehrte zum ersten Mal seit dem GP von Andalusien mit einer fantastischen Performance beim Gran Premi Monster Energy de Catalunya auf die oberste Stufe des Podiums zurück. Der Franzose holte sich damit die WM-Führung zurück, nachdem Andrea Dovizioso (Ducati Team) in der ersten Runde aus dem Rennen und womöglich auch aus dem Titelkampf gerissen wurde. Das Team Suzuki Ecstar-Duo Joan Mir und Alex Rins standen in Barcelona auf dem Podium, nachdem sie ein phänomenales Tempo im Rennen gezeigt haben.

Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) kam blitzschnell von der Linie weg und schnappte sich mühelos den Holeshot, während sich Jack Miller (Pramac Racing) von P4 in der Startaufstellung auf Platz P2 vorschob, wobei Valentino Rossi (Monster Energy Yamaha MotoGP) und Quartararo einige Plätze verloren. Nach einem Schreckmoment von Danilo Petrucci (Ducati Team) löste dieser eine Kettenreaktion aus, die dazu führte, dass Johann Zarco's (Esponsorama Racing) Vorderrad einklappte und so auch den unglücklichen Andrea Dovizioso (Ducati Team) aus dem Rennen riss. Der bis dahin WM-Führende und Zarco lagen in Kurve 2 im Kies - ein Moment, der sich für Dovizioso im Titel-Kampf als fatal erweisen könnte.

Zurück vorne kämpften Rossi, Quartararo und Miller, dicht gefolgt von den Suzuki Team-Kollegen Joan Mir und Alex Rins auf P4 und P5. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) erlebte hingegen einen schrecklichen Start und war in der ersten Runde vom 5. Startplatz auf Platz 15 zurückgefallen. In Runde 8 jagte Quartararo seinen Teamkollegen und Rennführenden Morbidelli, während Rossi dahinter in Lauerstellung war, wie auch Miller. Dann schnappte sich 'El Diablo' Morbidelli und führte ihn zu Beginn von Runde 9 an. Wollte Quartararo nun versuchen, wegzuziehen? Nun, eine 1:40.142 deutete sicher darauf hin, aber die bis dahion schnellste Runde des Rennens reichte nicht ganz aus, um das Yamaha-Duo, bestehend aus Morbidelli und Rossi abzuschütteln. Morbidelli und Rossi fuhren in Runde 10 etwas schnellere Rundenzeiten als Quartararo, was die Lücke zwischen dem YZR-M1-Trio auf nichts reduzierte. Miller lag indes 0,7s vom Podium entfernt, Mir wiederum weitere 1,2 Sekunden hinter Miller aber 14 Runden vor dem Ziel begannen die Fahrer, den Reifenschwund zu spüren. Alle waren auf den weichen Michelin-Hinterreifen unterwegs.

Nachdem Pol Espargaro im FP4 ein beeindruckendes Renntempo gezeigt hatte, stürzte er in Kurve 1 mit 12 verbleibenden Runden. Zu dieser Zeit kämpfte er gegen Petrucci um P7, wobei sich Rins nur ein Stück dahinter auf P10 seinen Weg zur Spitze bahnte.

Eine Runde später war Morbidelli in Kurve 1 fast am Boden. Der Italiener erlebte in der Bremszone einen äußerst heiklen Moment, wodurch Rossi an seinem Schützling vorbeizog. Morbidelli reihte sich 1,3 Sekunden hinter Rossi wieder ein, während Miller weiter draum bemüht war, Mir in Schach zu halten. 0,7 Sekunden betrug die Lücke zwischen dem Führenden Quartararos und dem Fahrer mit der Nummer 46 - die Spannung war in Barcelona spürbar.In Runde 16 ereignete sich aber noch mehr Drama in Kurve 2. Auf dem Weg zu seinem zweiten Podium der Saison und auf der Jagd nach einem Traumsieg sowie dem 200. Podium in der Königsklasse rutschte Rossi tragischerweise aus dem Rennen. Der 'Doctor' beendte sein 350. MotoGP™-Rennen im Kies und überließ Quartararo drei Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Morbidelli, der den zweiten Platz seines Landsmannes erbte. Nach einem Fehler in Kurve 10 von Miller übernahm Mir den dritten Platz und roch Blut. Das Tempo des Suzuki-Mannes war zu Rennende wieder unfassbar und so fehlten dem Spanier sieben Runden vor Schluss nur noch eine halbe Sekunde auf Morbidelli.

In Kurve 2 erdete sich dann ein weiterer Titelanwärter - Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech3), Fahrer ok. Fünf Runden vor Schluss lag Rins nun auf dem 4. Platz vor Miller und Mir war vorerst nicht in Schlagdistanz zu Morbidelli. Doch dann stürzte sich Rins in Kurve 10 auf Miller und lag nur noch 0,8s hinter seinem Team-Kollegen, als die Podiumsschlacht in Barcelona den Siedepunkt erreichte und die Reifen nun zu einem echt entscheidenden Faktor wurden.

Quartararos Vorsprung wurde mit vier verbleibenden Runden auf 2,8 Sekunden verkürzt, und am Ende der 21. Runde betrug der Abstand 2,5s. Mir fuhr mittlerweile sieben Zehntel schneller als der Führende Franzose, wodurch der Suzuki-Mann Morbidelli mit großen Schritten näher kam. In der vorletzten Runde luchste Mir den zweiten Platz von Morbidelli ab, aber auch Rins jagte ein erstes Podium im Jahr 2020.

In der letzten Runde betrug Quartararos Vorsprung nur noch 1,8 Sekunden. Mir lag souverän auf P2, während Rins seinen Angriff auf Morbidelli startete. Miller und Francesco Bagnaia (Pramac Racing) kamen sich in Kurve 1 näher, wodurch das GP20-Duo Gesellschaft von Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) in P5 bekam. In der Mitte der letzten Runde lag Mir nur noch 1,4 Sekunden hinter der Führung, aber für Mir war es zu spät. Eine weitere Runde und die Nummer 36 hätte sich vielleicht den Sieg einfahren können, aber Quartararo machte den Sack zu, um zum ersten Mal seit Jerez wieder zu gewinnen. 'El Diablo' war zum perfekten Zeitpunkt wieder auf Erfolgskurs, um so einige seiner Kritiker wieder zum Schweigen zu bringen, und vor allem war Quartararo nun wieder der Tabellenführer.

Mir stand zum dritten Mal in Folge nach einer großartigen Leistung auf dem Podium. Der Spanier klettert damit im Titelrennen auf den zweiten Platz und sitzt nur acht Punkte hinter Quartararo. Rins kam von P13 in der Startaufstellung und holte sich sein erstes Podium der Saison, eine großartige Fahrt des Spaniers, der eine schwere Saison mit einer Schulterverletzung in Jerez hinter sich hat. Mir und Rins bescheren Suzuki damit ihr erstes Doppelpodest seit Misano 2007.

Viñales erlebte hingegen einen sehr enttäuschenden Tag in Barcelona. Nachdem Viñales in der ersten Runde auf Platz 15 abgerutscht war, wurde das Rennen sofort unglaublich schwierig, da der GP-Sieger der Emilia Romagna in der ersten Rennhälfte Schwierigkeiten hatte, Boden gut zu machen. Viñales überquerte schließlich die Ziellinie als Neunter, wodurch er im Titelrennen gegen Quartararo und Mir jetzt 18 Punkte Rückstand hat. Der angeschlagene und verletzte Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) biss die Zähne zusammen, um ein großartiges Top-10 Ergebnis zu erzielen. 

Viñales erlebte hingegen einen sehr enttäuschenden Tag in Barcelona. Nachdem Viñales in der ersten Runde auf Platz 15 abgerutscht war, wurde das Rennen sofort unglaublich schwierig, da der GP-Sieger der Emilia Romagna in der ersten Rennhälfte Schwierigkeiten hatte, Boden gut zu machen. Viñales überquerte schließlich die Ziellinie als Neunter, wodurch er im Titelrennen gegen Quartararo und Mir jetzt 18 Punkte Rückstand hat. Der angeschlagene und verletzte Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) biss die Zähne zusammen, um ein großartiges Top-10 Ergebnis zu erzielen. 

Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing) beendte das Rennen weniger als eine halbe Sekunde hinter Crutchlow auf Position elf. Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) holte sich P12 auf heimischem Boden. Alex Marquez (Repsol Honda Team) war erneut in den Punkten – Platz 13 für den amtierenden Moto2™ -Weltmeister. Iker Lecuona (Red Bull KTM Tech3) und Tito Rabat (Esponsorama Racing) vervollständigten die Punkteränge.Doviziosos unverschuldeter Sturz in Kurve 2 lässt den Italiener in der Meisterschaft von P1 auf P4 abrutschen. Dovi liegt jetzt 24 Punkte hinter Quartararo und es wird jetzt ein harter Kampf für den österreichischen GP-Sieger und Ducati. Rossis Titelhoffnungen nahmen ebenfalls einen großen Rückschlag, denn jetzt liegt Rossi auf Platz 11 der Gesamtwertung. Nach zwei Stürzen in Folge klafft eine Lücke von 50 Punnkte zwischen ihm und Quartararo. Oliveira verliert ebenfalls an Boden, der portugiesische Fahrer liegt jetzt 49 Punkte von der Tabellenspitze entfernt.

Wir wussten, dass es einen Titelwechsel geben würde, aber dass Barcelona so viel Freud und Leid bereithalten würde, hätten wir uns nicht zu träumen gewagt. Die ersten vier Plätze liegen nun zwischen vier und 24 Punkten und davon mal abgesehen, dass Quartararo wieder die WM-Führung inne hat, sollten wir Mir im Auge behalten. Acht Punkte trennen den Suzuki-Jungspund von der Titelführung und allzu oft schlich er sich zuletzt auf's Podium. Kann er Quartararo sein Heimrennen in Le Mans versalzen, indem er den lang ersehnten ersten Sieg erringt oder hält die MotoGP wieder völlig unvorhersehbare Szenarien für uns bereit? 

  • Top 10:
    1. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha SRT)
    2. Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) + 0.928
    3. Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) + 1.898
    4. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) + 2.846
    5. Jack Miller (Pramac Racing) + 3.391
    6. Francesco Bagnaia (Pramac Racing) + 3.518
    7. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) + 3.671
    8. Danilo Petrucci (Ducati Team) + 6.117
    9. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) + 13.607
    10. Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) + 14.483

28. Sep, 2020

Moto2™: Marini festigt seinen Status als WM-Führender

motogp.com

Der WM-Führende wurde vom Briten massiv unter Druck gesetzt, aber er setzte sich schließlich durch, um seine Titelführung auszubauen
Luca Marini vom SKY Racing Team VR46 demonstrierte seine Klasse gegenüber Sam Lowes (EG 0,0 Marc VDS) in der Schlussphase des Monster Energy Grand Prix von Catalunya einmal mehr, indem er dem Druck des Briten stand hilet und so einen entscheidenden Sieg im Bestreben, Weltmeister zu werden; errang. Fabio Di Giannantonio (HDR Heidrun Speed ​​Up) rundete des Podium in Barcelona ab.
Valentino Rossis Halbbruder machte von Anfang an den Unterschied. Ein Beweis dafür ist, dass er bereits in der ersten Kurve vor Fabio Di Giannantonio (HDR Heidrun Speed ​​Up) und Jorge Navarro (HDR Heidrun Speed ​​Up) an der Spitze lag. Lowes wehrte sich erneut aggressiv gegen die zahlreichen Angriffe seiner Gegner. Da das führende Trio seinen Vorsprung jedoch weiter ausbaute, musste der Brite zusehen, den Anschluss nicht zu verlieren. Es dauerte nicht lange, bis aus dem Gespann an der Spitze ein Acht-Mann-Kampf wurde und Lowes Navarro vom dritten Rang verdrängte.
Jake Dixon (Petronas Sprinta Racing) war auf dem Weg zu einem weiteren Top-6-Ergebnis bis seine Moto2™-Maschine  technische Probleme bekam, was seinem starken Rennen ein jähes Ende bescherte. An der Spitze kämpfte Landsmann Lowes gegen Di Giannantonio, was zu einem beängstigenden Moment führte. Das Duo ging folglich weit und bot Marini eine Chance die Spitze zu übernehmen. Als er über die Linie kam, hatte er bereits etwas mehr als eine Sekunde Vorsprung. Für den Petronas Sprinta Racing-Kader war es ein unvergesslicher Tag, denn Xavi Vierge kam in Kurve 9 zu Sturz - eine doppelte Katastrophe für das malaysische Team innerhalb von fünf Minuten.Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya waren jetzt noch zehn Runden zu fahren als Lowes saß am Hinterrad von Marini klebte und den Italiener auf bedrohliche Weise unnter Druck setzte. Weiter hinten kämpfte Navarro mit Roberts um den vierten Platz. Sieben Runden vor Schluss gab es zum ersten Mal einen Führungswechsel, als Lowes schließlich an Marini vorbeikam. Ein perfekter Windschatten auf der Start-Ziel-Geraden und ein ebenso zentimetergenauer Schritt in die erste Kurve sorgten dafür, dass der 30-Jährige an die Spitze kam. Aber Marini würde Lowes nicht entkommen lassen. Als die Runden vergingen und das Ende näher rückte, übte der Italiener weiterhin Druck auf die Nummer 22 aus. Nur drei Runden blieben übrig, und wieder war Marini die Schnellere der beiden, zumindest bis der Marc VDS-Mann in Kurve 5 einen heftigen Rutscher am Hinterrad erlitt.
Mit noch zwei zu fahrenden Runden war der Druck auf Lowes unglaublich. Mit dem WM-Führenden im Rücken versuchte Lowes verzweifelt, in Führung zu bleiben, bevor ein Fehler ihm den Sieg kostete. In Kurve 6 war er schlicht zu übermütig, ging weit, verlor sieben Zehntel und übergab Marini so den dritten Sieg in Folge.
Dieser Sieg ist für Marini sein bislang entscheidendster, denn in der Weltmeisterschaft erhöhte er seinen Vorsprung auf zwanzig Punkte. Lowes war danach im Parc Ferme bitter enttäuscht, nachdem sein vierjähriges Warten auf einen Sieg in der Zwischenklasse weitergeht, aber ein weiterer Podiumsplatz zeigt die Fortschritte, die er in diesem Jahr macht. Auch Di Giannantonio zeigte Fortschritte, als der junge Italiener nach einem schwierigen Start in seine zweite Saison sein erstes Podium der Saison holte.
Bastianini musste sich mit dem sechsten Platz zufrieden geben, da seine Meisterschaftshoffnungen leicht nachließen. Das Gleiche gilt für Bezzecchi, der als Siebter über die Ziellinie kam. Aron Canet vom Aspar Team Moto2 hatte das Tempo für ein Top-6-Ergebnis, aber ein spätenr Fehler ließ ihn auf den achten Platz zurückfallen, während Marcos Ramirez (Tennor American Racing) und Marcel Schrötter die Top 10 abrundeten.

Top 10:
 1. Luca Marini (SKY Racing Team VR46)
 2. Sam Lowes (EG 0,0 Marc VDS) + 0,981
 3. Fabio Di Giannantonio (HDR Heidrun Speed ​​Up) + 4,399
 4. Jorge Navarro (HDR Heidrun Speed ​​Up) + 5.608
 5. Joe Roberts (Tennor American Racing) + 5,797
 6. Enea Bastianini (Italtrans Racing Team) + 6.080
 7. Marco Bezzecchi (SKY Racing Team VR46) + 8,552
 8. Aron Canet (Inde Aspar Team Moto2) + 9.928
 9. Marcos Ramirez (Tennor American Racing) + 14.874
 10. Marcel Schrötter (Liqui Moly Intact GP) + 15.058

28. Sep, 2020

Binder holt 1. Sieg in dramatischen Schlacht von Barcelona

motogp.com

Zwei Titelanwärter fielen aus, während der Südafrikaner mit einer perfekten letzten Runde seinen ersten Moto3™-Sieg sicherte
Nach vielen Androhungen holte sich Darryn Binder (CIP Green Power) schließlich seinen ersten Grand-Prix-Sieg mit einer hervorragenden Parade im Moto3™ -Rennen beim Gran Premi Monster Energy de Catalunya. Der Südafrikaner schlug damit Tony Arbolino (Rivacold Snipers Team) und Dennis Foggia (Leopard Racing) auf Platz zwei und drei. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) und Albert Arenas (Gaviota Aspar Team Moto3) fielen zusammen in der Anfangsphase in Kurve 4 aus, während Ai Ogura (Honda Team Asia) 2020 zum ersten Mal außerhalb der Top 10 landete.
Der Polesitter Arbolino startete perfekt, als die roten Ampeln erloschen, und trotz eines großen Rückschlags in Kurve 1 holte der Italiener den schnell startenden Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) und den ehemaligen Meisterschaftsführenden Arenas den Holeshot zurück.
Arbolino führte die ersten paar Runden an, aber es war eine Windschattenschlacht in Richtung Kurve 3, und es war Arenas, der mit Binder auf Platz zwei führte. Arbolino fiel innerhalb von Sekunden auf Platz 4 zurück. In der folgenden Runde änderte sich die Führung erneut, als Rodrigo vor McPhee führte. In Runde 6 erlebten wir dann einen entscheidenden Moment für die Weltmeisterschaft. Auf dem Weg in Kurve 4 befand sich McPhee an der Innenseite von Arenas, als das Duo auf P2 und P3 saß, aber dem britischen Fahrer klappte dann das Vorderrad ein... Arenas was schlichtweg zur falschen Zeit am falschen Ort. Zwei Titelanwärter waren aus dem Rennen - eine große Chance für alle, sich im Titelkampf befinden, wobei der zweite in der Meisterschaft, Ai Ogura, den Ausfall seiner größten Konkurrenten nicht nutzen konnnte.
Arbolino blieb an der Spitze vor Binder, Rodrigo, Sergio Garcia (Estrella Galicia 0,0), Masia und Raul Fernandez (Red Bull KTM Ajo) die Verfolgungsjagd anführten - gefolgt von Filip Salac (Rivacold Snipers Team), der eine Sekunde dahinter lag. Diese Lücke wurde jedoch schnell von Foggia und Salac geschlossen, als das Duo Rundenzeiten festlegte, die mehr als eine halbe Sekunde schneller waren als die Jungs vor ihnen. Weiter hinten, nach einem schnellen Start, war Ogura ins Stocken geraten. Der Titelanwärter lag 11 Runden vor Schluss auf P15 und erhielt eine einfache Nachricht von seinem Team: "Attack". P15 würde Ogura nicht ausreichen, um die WM-Führung von Arenas zu übernehmen, aber Ogura befand sich in der Gruppe, die 1,5 Sekunden hinter den Führenden lag.
An der Front war die Gruppe wieder angewachsen. Es war jetzt ein 22-Mann-Kampf, bei dem Binder die Führung in Kurve 1 zurückeroberte, nachdem Masia eine Runde lang die Führung übernommen hatte. Aber wie bereits erwähnt, änderte es sich ständig und mit neun verbleibenden Runden begann Ogura auf P15 nun, in den Kampf um den Sieg zu geraten, da die Lücken nach und nach schwanden. Foggia zeigte sich in Kurve 10 zum ersten Mal mit acht verbleibenden Runden an der Spitze, aber Binder hielt direkt wieder dagegen.
Kaito Toba (Red Bull KTM Ajo) wurde eine Strafe für lange Runden ausgehändigt, die ihn aus den Punkterängen brachte. Jeremy Alcoba (Kömmerling Gresini Moto3) erhielt in der Endphase ebenfalls eine Long-Lap-Strafe, aber nachdem der Rookie es verpasste die Strafe innerhalb von drei Runden einzulösen, erhöhte sich die Strafe zu einer doppelten Long-Lap-Runde.
Zwei vor Schluss sah Foggia vorne sehr stark aus. Masia war auf den fünften Platz zurück gefallen, nachdem Binder in Kurve 4 einen Angriff auf den Spanier startete. Foggia führte in der letzten Runde aber der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Binder wartete nur auf seine erste Gelegenheit Foggia zu überholen. Ein sauberer, geschickter Zug von Binder brachte ihn in Führung, wobei Foggia gleich zwei Plätze in einer Kurve verlor, da auch Arbolino innenn an seinem Landsmann vorbeidrückte. Binder gelang es seine Verfolger in Schach zu halten, ums so seinen ersten Sieg in der Leichtgewichtsklasse zu erringen.
Arbolino holte sich sein drittes Podium der Saison, um sich direkt in den Titelkampf zu bringen. Der Italiener rückt auf Platz 4 vor, nur drei Punkte hinter McPhee und 27 Punkte hinter dem neuen WM-Führenden Ogura. Foggia verlor in der letzten Runde einen möglichen zweiten Saisonsieg, aber der Italiener war froh, zum ersten Mal seit dem tschechischen GP wieder auf dem Podium zu stehen. Er behielt die Oberhand über Garcia, der mit P4 sein bestes Ergebnis der Saison erzielte. Der fünfte Platz ging indes an Lopez, der auf seiner Husqvarna nur drei Zehntel vom Sieg entfernt landete.
Romano Fenati (Sterilgarda Max Racing Team) untermauerte seinen GP-Sieg in der Emilia Romagna mit einem soliden P6. Der Italiener profitierte von zwei Strafen in der letzten Runde gegen Masia und Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46). Die beiden überschritten in Kurve 9 das Streckenlimit und erhielten eine Strafversetzung um einem Platz. Masia landete schließlich auf dem siebten Platz vor Vietti auf P8. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) und Rodrigo vervollständigten die Top 10, wobei Ogura sich mit P11 zufrieden geben musste.
Der japanische Fahrer übernahm jedoch die Meisterschaftsführung, wodurch er nun mit drei Punkten Vorsprung nach Le Mans reist, nachdem das Moto3™-Titelrennen beim katalanischen GP eine weitere große Wendung nahm. 28 Punkte trennen Ogura nun vom fünften Platz von Vietti bevor es zu einem weiteren Dreifach-Rennen geht.

Deniz Öncü (Red Bull KTM Tech3) und Jose Julian Garcia (SIC58 Squadra Corse) stürzten in Kurve 4 zusammen. Die Fahrer blieben wie auch Arenas und McPhee unverletzt. Carlos Tatay (Reale Avintia Moto3) und Andrea Migno (SKY Racing Team VR46) mussten aus technischen Gründen aufgeben. Davide Pizzoli (BOE Skull Rider Facile Energy) stürzte ebenfalls ab - Fahrer ok.

Das war's aus Barcelona von der Moto3™-Klasse, und es entfaltete sich erneut viel Drama, dafür aber feierten wir den siebten Sieger in neun Rennen. Der französische GP steht als nächstes an und am Besten stellen wir uns schon jetzt auf eine weitere Wendung beim legendären Le Mans GP ein.

Top 10:
1. Darryn Binder (CIP Green Power)
2. Tony Arbolino (Rivacold Snipers Team) + 0,103
3. Dennis Foggia (Leopard Racing) + 0,157
4. Sergio Garcia (Estrella Galicia 0,0) + 0,232
5. Alonso Lopez (Sterilgarda Max Racing Team) + 0,386
6. Romano Fenati (Sterilgarda Max Racing Team) + 1,436
7. Jaume Masia (Leopard Racing) + 1,218 *
8. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 1,293 *
9. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) + 1,928
10. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) + 1,932
* 1-Platz-Strafe für das Überschreiten des Streckenlimits in der letzten Runde

28. Sep, 2020

Achter Platz für Danilo Petrucci beim Grand Prix von Katalonien in Montmeló. Unglückliches Rennen für Andrea Dovizioso, der in der ersten Runde in einen Unfall verwickelt war

ducati.com

Danilo Petrucci beendete erneut ein solides Rennen in den Top Ten, als er beim Großen Preis von Katalonien, der heute auf der spanischen Rennstrecke von Montmeló am Stadtrand von Barcelona stattfand, Achter wurde. Auf der anderen Seite war es ein unglückliches Rennen für Andrea Dovizioso, der in der ersten Runde wegen eines Sturzes aufgeben musste.
Als Dovizioso vom 17. Startplatz aus gut von der Linie kam, hatte er es geschafft, sich sofort um mehrere Positionen zu erholen. In der zweiten Kurve wurde er jedoch von dem Motorrad von Johann Zarco getroffen, das in den hektischen frühen Phasen des Rennens dem Versuch nachging, Petruccis Desmosedici GP-Motorrad zu meiden. Mit seinem heutigen Rücktritt muss der Fahrer aus Forlì seine Führung in der Meisterschaft aufgeben, wodurch er nun Vierter wird und 24 Punkte hinter dem neuen Spitzenreiter Quartararo liegt.
Petrucci hingegen beendete ein gutes Rennen auf dem achten Platz. Nachdem der Fahrer aus Terni aus der dritten Startreihe gestartet war, konnte er sich bis zum siebten Platz erholen und sich mit Pecco Bagnaia als Sechster duellieren. Auf der letzten Etappe konnte er sich jedoch nicht gegen Nakagamis Angriff verteidigen und kehrte zurück achter Platz.
Petrucci bleibt mit 39 Punkten vierzehnter in der Meisterschaftswertung. Ducati ist Zweiter in der Herstellerwertung, während das Ducati Team den vierten Platz in der Teamwertung belegt.

Danilo Petrucci (# 9 Ducati Team) - 8 ..
"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung heute und im Allgemeinen mit dem Verlauf dieses Wochenendes. Heute habe ich mich im Rennen wohl gefühlt und konnte die Reifen gut handhaben. Leider hatte ich große Probleme auf den Geraden, wo Ich wurde von den meisten Fahrern überholt, die mich überholten. Wenn wir uns besser qualifiziert hätten, hätten wir vielleicht ein noch besseres Ergebnis erzielen können, aber ich denke, es war insgesamt ein gutes Rennen und nach dem letzten Wochenende in Misano sind wir allmählich Rückkehr zu unseren Niveaus ".

Andrea Dovizioso (# 04 Ducati Team) - DNF
"Ein Sturz in der zweiten Kurve ist immer schwer zu verdauen, und es tut mir leid, wie das Rennen heute verlaufen ist. Ich hatte mich auf einen guten Start konzentriert und am Ende der Geraden konnte ich einige Positionen wiedererlangen. Leider Ich war in der ersten Runde in einen Unfall verwickelt, der das Ergebnis einer normalen Renndynamik war. Die Meisterschaft ist möglicherweise noch offen, aber wenn wir jetzt mehr denn je um den Titel kämpfen wollen, müssen wir zum zurückkehren Wettbewerbsniveau, an das wir gewöhnt sind ".

Nach der achten Runde der MotoGP-Saison 2020 hat das Ducati-Team nun eine Woche frei, bevor es vom 9. bis 11. Oktober auf der Strecke in Le Mans für den französischen GP auf die Strecke zurückkehrt.